#wurzelspitzen 2

Die Kunst füllt mit ihren Bildern, Aktionen und Gedanken die Zeit und den Raum des „Nicht-Mehr-Seins“ der Gärtnerei und „Noch-Nicht-Seins“ des neuen Wohnquartiers.

Der Bildhauer und Veranstalter Michael von Brentano sah in dem aufgelassenen Gelände sofort ein großes Potential, um hier kreativ zu arbeiten. Ein Glücksfall für Künstler, denn „für uns Künstler gibt es nicht einen ersten, zweiten und dritten Lockdown, für uns ist einfach seit einem Jahr alles zu. Und egal, welche Kunstrichtung man nimmt, die kann man nicht dauerhaft in den virtuellen Raum verlegen. Und was uns darüber hinaus so wahnsinnig fehlt, ist der Austausch mit anderen.“
Der wird hier nun gegeben sein, denn es haben sich rund 30 Künstler zusammengefunden, um sich von diesem Ort inspirieren und hier ihre Kunst wachsen zu lassen.

Die Kunst zeigt Neues

Die Künstler*innen können frei gestalten, es gibt keine Einschränkung in der Wahl des künstlerischen Mediums. Sie können mit der Struktur des Geländes und den Räumen arbeiten und alles nutzen, was im Gelände noch vorhanden ist. Michael von Brentano: „Ich kann hier nicht nur etwas hinstellen, ich kann auch etwas wegnehmen, umbauen, ausgraben und umwidmen. Ich bin völlig frei und da entfaltet sich dann das ganze Potential der Kunst.“

Die Künstler*innen geben der Öffentlichkeit etwas Neues. In der Verbindung mit dem, was war, zeigen sie einen anderen Blick auf das Gärtnereigelände: Eine neue Perspektive!

Spurensicherung

Die Zeit des Übergangs ist auch eine Zeit der Spurensicherung. Michael von Brentano: „Diese unglaublich vielen Spuren, die Geschichte des Ortes: Für uns Künstler ist es sehr interessant, damit zu arbeiten. Die Kunst kann mit ihrer Interpretation etwas hervorbringen, was kein anderer sieht.“ Viele alte gärtnerische Objekte und Gebrauchsgegenstände wurden aufgehoben, die ihren Platz später im neuen „Gärtnereiquartier“ bekommen sollen.

Genius loci
Die Künstler*innen haben den Guten Geist des Ortes erfasst und tragen wesentlich dazu bei, diesen zu erhalten: sie erschaffen neue Welten und veredeln den Ort, ganz so wie ehedem im Gärtnereibetrieb. Transformation ist überall spür- und erlebbar.

Wachsendes Kunstprojekt

Seit März sind die Künstler*innen mit den Vorbereitungen beschäftigt. Ein Jahr lang können die Projekte wachsen. Manche schnell, andere Stück für Stück. Manches wird ein Jahr lang bestehen, anderes nur wenige Stunden. Alles darf, nichts muss.

Work in progress

Die Künstler*innen, die bereits ihre Kunstwerke auf dem Gelände platziert haben, sind in der Liste unten orange dargestellt. Durch Anklicken öffnet sich eine weitere Seite mit mehr Informationen zum/zur jeweiligen Künstler*in.

Die Künstler*innen

Porträtfotos und Kurzfilme der Künstler*innen: Kerstin Stelter photography – www.kerstinstelter.de@kerstinstelter