28. Bruno Wank, Görisried

Vita
1986 – 1992 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München, Meisterschüler, Diplom
1993 – 2018 Leiter der Studienwerkstätte für Bronzeguss an der  Akademie der Bildenden Künste München
2008–2012 Mitglied der Kommission QUIVID für Kunst im öffentlichen Raum, München
2012 Gründung der Ausstellungshalle „VPGö“ in der ehemaligen Verpackerei in Görisried, www.verpackerei.com
Ausstellungen Auswahl
2021 WEAPON ART FAIR, Galerie der Künstler, München
Holy place no kiss no touch, VerpackereiGö
2020 Holy place no kiss no touch, VerpackereiGö
Zwischenkunst und Raum, Kaufbeuren
2019 Kairos, MSE Kunsthalle Unterammergau
2018 Künstleraschermittwoch Augsburg
Light my fire, Kulturfabrik Lindenberg
Shoppingmall, Schloß Isny
2017 Shoppingmall, VerpackereiGö, Görisried
Moor colour, Villa Jauss, Oberstdorf
2016 From a mountain, VerpackereiGö, Görisried
Über allen Gipfeln, Städtische Gallerie in der Badstube, Wangen
Die sieben Todsünden, Diözesanmuseum Augsburg
2015 Director’s Cut, Galerie im Venet-Haus, Neu-Ulm
contemporallye, Martini-Park, Augsburg
2014 LUXXXUS, V8 Plattform Karlsruhe
LUXXXUS, VerpackereiGö
2013 light my fire, VerpackereiGö ,Görisried
2012 Nomen est omen, Wangen a.d.A., Schweiz
Highlights im Abseits -10 Jahre Künstlerhaus Marktoberdorf
2010 Künstlerhaus im Ochsenhäuser Hof, Ulm
2009 National Centre for Contemporary Arts, Moskau, Russland
H 2, Glaspalast, Augsburg
2008 La Serpara, Orvieto, Italien
2006 DaeJeon City, Südkorea
Zihlkanal, Le Landeron, Schweiz
2005 Rote Zelle, München
Aedes Galerie, Berlin
2004 Deutsch-Südafrikanische Kulturwochen, Johannesburg
2002 Dar El Hiwar Goethe Institut Kairo
2001 8 th International Kairo Biennale, Egypt
2000 GOLD MACHT LUST, Kunsthalle Mannheim
Website www.brunowank.de
Instagram @bruno.wank
Arbeit 28a Wurzelspitzen
Material Bronzeguß
Jahr 2021
Größe verschieden
Arbeit 28b Blumengießen
Material Aluguß
Jahr 2021
Größe verschieden
Arbeit 28c Bamboo
Material Aluminium
Jahr 2021
Größe verschieden
Arbeit 28d Blind date mit mir
3. Bild, Krottenstängel, Pfingstrosen, Weiße Rosen, Fichi d´India
Material Pastellkreiden auf Papier
Jahr 2020
Größe 71 x 100 cm
Arbeit 28 e Tulpen und Narzissen
Material Bronze
Jahr 2021
Größe 61 x 25 x 7 cm (Narzissen)
30 x 13 x 13 cm (Tulpen)

Blind Date mit mir

Wie schaffe ich es als Künstler, mich unvoreingenommen treiben zu lassen ohne in meinem eigenen Schaffensprozess zu sehr kognitiv einzugreifen? Zunächst bezog sich diese Überlegung auf die Farbauswahl. Blind sollte die Wahl passieren, um eine zufällige Komposition der Farben zu ermöglichen. Das war der Anfang der Blind Dates. Nicht nur die Farbauswahl wurde blind getroffen, auch das Malen geschah ohne Eingreifen des persönlichen Ästhetikempfindens. Der eigene kritische Blick lenkte die Hand nicht mehr, die ab diesem Zeitpunkt auf sich alleine gestellt war. Nun ging es um den Fokus des eigenen Gefühls. Der Blick wurde nach innen geführt.

Am Anfang überwog die Neugierde, während des Schaffensprozesses die Augen zu öffnen, die Entwicklung der Farben zu sehen und das eigene Zeichnen zu korrigieren. Doch sehr schnell kam die Erkenntnis, dass das beste Bild ohne jeglichen Einfluss einer Korrektur entsteht. Die größte Freiheit besteht darin, die Augen, bis die Zeichnung beendet wird, geschlossen zu halten. Um die blinde Farbauswahl und das blinde Zeichnen abermals zu steigern, entstanden zusätzlich linkshändige Arbeiten. Ein Bezug zwischen der Tagesverfassung und dem Bild kann natürlich gefunden werden, jedoch ist das grenzüberschreitende Selbstexperiment das eigentlich wichtige. Das komplette Loslassen also, ein Sich-Befreien von jeder Einschränkung – das beschreibt ein Blind Date mit mir und in diesem Fall war es auch ein Blind Date mit Blumen.