13. Josef Lang, Denklingen

Vita
1947 in Bad Tölz geboren
Steinmetzlehre
1979 – 1986 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste, München, Meisterschüler von Prof. Erich Koch
Seit 1986 freischaffend in München und Denklingen
Stipendien und Preise
1985 Stipendium der Accademia di Belle Arti di Carrara
1998 Kunstpreis der Sparkasse Nördlingen
2007 Preis des Kunstvereins Bad Wörishofen
2009 Hubert-von-Herkomer Kunst- und Kulturpreis der Stadt Landsberg am Lech
2015 Ehrenpreis des Kunstvereins Bad Wörishofen
2018 Anerkennung beim 1. Schweizer Skulpturenpreis der 7. Schweizerischen Triennale, Bad Ragaz
Ausstellungen
1982 – 1984 Kunstsalon, Haus der Kunst, München
1984 Internationales Bildhauersymposion Carrara, Italien
1988 – 1989 Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München
1991 Städtische Galerie Rosenheim
2006 – 2014 art Karlsruhe
2008 Kunstsalon Berlion
2009 – 2018 Schweizerische Triennale der Skulptur, Bad Ragaz
2016 GEHAG-Forum Berlin
2018 Beukenhof-Phöenix Galleries, Belgien
2019 Z Commmon Ground, Zschokkestraße München, Kloster St. Ottilien
2020 Villa Falkenhorst, Thüringen, Vorarlberg
2021 For Free, Galerie Binder, München
Website www.joseflang-bildhauer.de
Instagram @joseflangartist
Arbeit 13a Wurzelspitzen I
Material Nussbaum, dunkelgrau lasiert
Jahr 2021
Größe 225 x 120 x 55 cm
Arbeit 13a Wurzelspitzen II
Material Nussbaum, pink lasiert
Jahr 2021
Größe 240 x 130 x 40 cm
Arbeit 13a Wurzelspitzen III
Material Eiche, lasiert
Jahr 2021
Größe 255 x 170 x 90 cm
Arbeit 13a Wurzelspitzen IV
Material Eiche, lasiert
Jahr 2021
Größe 290 x 130 x 40 cm
Arbeit 13a Wurzelspitzen V
Material Eiche, lasiert
Jahr 2021
Größe 400 x 250 x 80 cm
Arbeit 13b Weibliche Figur
Material Eiche, schwarz lasiert
Jahr 2015
Größe 209 x 88 cm
Arbeit 13b Krieger
Material Eiche, schwarz lasiert
Jahr 2015
Größe 181 x 80 cm
Arbeit 13b Große Büste
Material Eiche, schwarz lasiert auf Eichensockel
Jahr 2015
Größe 193 x 50 cm (mit Sockel)

Wurzelspitzen I bis V

Seit Jahren sammle ich große Astgabeln, mit der Absicht, diese einmal zu bearbeiten und alle zusammen auszustellen. Da war bei der Anfrage von Michael sofort klar, dass ich mich an der Ausstellung „#wurzelspitzen“ beteilige. Diese Astgabeln finde ich prädestiniert für dieses Event.
und endliche habe ich die Motivation, diese zu bearbeiten.

Weibliche Figur, Krieger und Große Büste

Meine in der Verkaufshalle ausgestellten Applikationen haben den gemeinsamen Nenner „Holz“.
Sie sind aus Reststücken meiner Großskulpturen zusammengesetzt und könnten somit als Negativskulpturen bezeichnet werden.

Holz

allein der Geruch lässt mich ins Schwärmen geraten.
Als Kind lag ich am liebsten auf den frisch geschnittenen Bretterstapeln des nahegelegenen Sägewerkes. Das war zwar streng verboten, doch das konnte mich nicht abhalten, den harzigen Geruch der Fichten, Tannen und Kiefern tief in mich aufzusaugen. Auch der frische Gerbsäureduft der Eichen hatte es mir angetan.
Sobald ich alt genug war, ein Messer in der Hand zu halten, fand ich heraus, dass sich Holz wunderbar bearbeiten lässt. Malen und Zeichnen befriedigte mich nicht, da ich immer wissen wollte, wie das, was ich gezeichnet oder gemalt hatte, von hinten aussieht. Also schnitzte ich Männlein und Waffen. Auch für Freunde.
Dabei lernte ich Holz und den Umgang damit immer besser kennen. Lernte mit der Faserrichtung zurecht zu kommen, mit der Faser zu schneiden, quer dazu und mit ganz scharfen Messern auch gegen die Faser.
Ich probierte verschiedene Holzarten aus. Die Fichte war das gebräuchlichste Holz, das bei uns als Brennholz oder Abfallholz herumlag. Die Linde, ein sehr dichtes und weiches Holz eignet sich hervorragend für feine Schnitzarbeiten. Eiche ist sehr hart und linear strukturiert. Jedoch allein schon der Schnitt eines scharfen Eisens erzeugt eine glänzende Oberfläche.
Später kam es mir nicht mehr so sehr darauf an. Mein Werkzeug wurde die Kettensäge und als Material die Eichenstämme von 3 bis 6 m Länge und einem Durchmesser von bis zu 170 cm. Im Staub des Eichenholzes und dem Gestank der Motorsäge wühle ich mich in das Holz hinein und immer noch betört mich der Duft der Gerbsäure.