Guido Weggenmann, Kempten

Vita
1980 geboren in Berlin
1995 Ausbildung zum Holz – und Steinbildhauer
2002 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München
2007 Meisterschüler bei Professor Olaf Metzel
2008 Diplom an der AdBK in München
2018 Gründung der Kunstarkaden in Kempten (Produzentengalerie, Kunstraum, Artist in Residence)
Preise
2016 Erwin und Gisela von Steiner Stiftung Akademie München
2016 Skulpturen Preis Stadtbergen Augsburg
2016 Katalogförderung der LfA Förderbank Bayern
2016 Kunstpreis Kunstverein Bobingen
2015 Sonderpreis der Franz Schmid Stiftung Marktoberdorf
2001 Bayerisches Atelierförderprogramm für bildende Künstler
2005 Förderpreis der Dr. Rudolf-Zorn-Stiftung Kempten
Ausstellungen (Auswahl):
2021 Letzte Ausfahrt Kunstverein Rosenheim
2021 Weapon Art Fair Galerie der Künstler München
OSTRALE Biennale für zeitgenössische Kunst  Dresden
2020 Transplantation Produzentengalerie im Schnoor
2020 Skulpturenpark „Zeit im Wandel“ Grafenhausen
2020 „spielerisch“ Kunstausstellung ASPEKTE Regensburg
2020 Ostallgäuer Kunstausstellung Marktoberdorf
2020 London Art Fair 2020 Venet Haus Galerie Neu – Ulm
2019 Venet-Haus Galerie Ulm
2019 Ostallgäuer Kunstausstellung Marktoberdorf
2019 Westallgäuer Kunstausstellung Lindenberg
2019 Candyland  Architekturmuseums Augsburg
2019 #EXIST Halle 6 München
2019 Studioausstellung Kleinsassen Rhön
2019 London Art Fair 2019 Venet Haus Galerie Neu – Ulm
2018 Blickfang Kunsthaus Kaufbeuren
2018 Tollhaus Venet-Haus Galerie Ulm
2018 Ganz in Weiss Kunstverein Bobingen
2018 Skulpturenpark Günzburg
2018 Deutsches Hutmuseum Lindenberg Alle Räder stehen still
2017 Galerie NOAH ALEX KATZ Studio: Guido Weggenmann, Augsburg
2017 Kunsthaus Kaufbeuren Jahresausstellung »Blick Fang« Kaufbeuren
2017 Städtische Galerie im Espantors, „Von oben ist alles anders“ Isny
2017 Art Bodensee Venet Haus Galerie Neu – Ulm
2017 Museum Villa Rot Das geheime Leben der Dinge, Burgrieden – Rot
2017 London Art Fair
2017 Venet Haus Galerie Neu – Ulm
Website www.guidoweggenmann.de
Instagram @guidoweggenmann
Arbeit 29a Heart
Material Stahlblech, Getriebemotor,
Jahr 2021
Größe 170 x 120 cm
Arbeit 29b Willie! Bin um 8.15 wieder hier. Hoch, Hoch, Hoch ungern.
Material Zimmertür, Elektromotor, Gummi
Jahr 2022

Heart

Die Arbeit entstand anlässlich der Ausstellung #wurzelspitzen in Seeshaupt.

Im Außenbereich der ehemaligen Gärtnerei steht senkrecht, im Boden fest verankert das Objekt «Heart». In der Form ist es einem menschlichen Herz angeglichen, die aus verzinktem Stahlblech bestehende Haut birgt im Inneren ein durch einen Getriebemotor angetrieben Generator, der mechanisch den Herzschlag erzeugt.

Ich nehme mit dieser Arbeit Bezug auf die aktuelle Situation der von den Corona-Maßnahmen bedrohten Kultur; das Nicht-Gesehen-Werden, das Nicht-Gehört-Werden der Kunstschaffenden. Dabei ist Kunst doch DIE Nahrung fürs Herz und allen Umständen zum Trotz schlägt es unbeirrt immer weiter!

Gleichsam gepanzert, unüberwindbar steht es statisch in der Erde und weicht nicht zurück. Es steht für die Gemeinschaft, das Lebensgefühl und das Lebensmodell als Künstler*in und als kreatives soziales Wesen.

Und dennoch wird klar, wie empfindlich alles ist – und wie wichtig der Erhalt.

Willie! Bin um 8.15 wieder hier. Hoch, Hoch, Hoch ungern.

Die Türe des Zimmers Nr.1 öffnet sich einen Spalt weit, um sich kurz darauf wieder zu schließen. Im Zimmer ist es dunkel. Was geschieht hier wohl?

Der Titel bezieht sich auf eine Nachricht, geschrieben mit Permanentmarker, die ein früherer Bewohner wohl einem Kollegen hinterlassen hat. Geschichte wird lebendig, wenn auch die Situation unangenehme Gefühle wecken dürfte.