4. Daniel Bräg, München

Vita
1964 in Pfullendorf geboren
1980 – 1983 Steinmetzlehre
1984 – 1992 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München, Meisterschüler bei Prof. Olaf Metzel
1989 – 1990 Gaststudium an der Hochschule der Bildenden Künste in Frankfurt, bei Prof. Ulrich Rückriem
1992 Diplom an der Akademie der Bildenden Künste in München
seit 1998 Mitglied im Deutschen Künstlerbund
2009 – 2012 Mitglied der Kommission für Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum QUIVID, München
2012 Theodore Randall International Chair, Stiftungsprofessur an der Alfred University, NY, USA (one semester professorship)
Stipendien
2015 Cité International des Arts, Paris, Frankreich
2014 Artist in residence, Brig, Wallis, Schweiz
2005 Visiting artist, Vilnius Academy of Fine Arts, Vilnius, Litauen
2004 Visiting artist, Art Department University of Wisconsin, Madison, USA
2003 Visiting artist, Accademia di Belle Arti di Bologna, Italien
1997 Stipendium Hofgut Hohenkarpfen
1994 – 1995 DAAD-Jahresstipendium für Japan
1993 Postgraduiertenstipendium des Freistaates Bayern
Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden -Württemberg
Website www.daniel-braeg.de
Instagram @danielbraeg
Arbeit 4a Sequoioideae
Material Mammutbaum, 23 Jahre
Jahr 2021
Größe 5 x 1 x 1 m

Sequoioideae

Ein Baum wird gefällt und zersägt, ein gewaltsamer Eingriff. Alle seine Teile, von der Wurzel bis zur Krone, werden säuberlich aufgeschichtet und erinnern an die Lagerung von Baumstämmen. Die Normierung macht deutlich, dass auch Bäume Produkte eines langen Prozesses der Kultivierung der Natur sind.
In seiner geometrischen Form liegt der Mammutbaum an seinem Platz und verweist auf nichts als sich selbst. Der Quader als Ganzes, der aus Einzelteilen beschaffen ist, zeigt eine Fülle an Details. Wenn man sich ihm nähert, wird der unendliche Formenreichtum sichtbar. Es entsteht ein Bild des Bewahrens seiner Einzigartigkeit.

Der Mammutbaum verweist auf die gemeinsame Grundlage von Wissenschaft und Kunst: Die Wahrnehmung.