23. Brigitte Schwacke, München

Vita
1957 geboren in Marl
1983 – 1989 Akademie der Bildenden Künste München,
Meisterschülerin bei Sir Eduardo Paolozzi, Diplom
1996 – 99 Assistentin am Lehrstuhl für Freie Bildhauerei, Akademie der Bildenden Künste in München bei Cristina Iglesias
2001 Mitglied im Deutschen Künstlerbund
2002 – 2005 Mitglied der Kommission für Kunst am Bau und öffentl. Raum, Quivid/München
2013 Lehrauftrag Raumplastik/Draht, 16. Intern. Sommerakademie Dresden
2017 Arbeitsaufenthalt in Sao Paulo/BRA mit ponte cultura
Seit 2017 Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München
2019 Arbeitsaufenthalt in Bélem und Icoraci/BRA
Preise/Stipendien:
1991 – 1992 DAAD Großbritannien, Royal College of Art, London
1992 Research Assistant, Slade School of Fine Art und
1993 Artist in Residence, Slade School of Fine Art, London/ GB
2004 Kunstpreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart
2009 Lothar Fischer Preis, Neumarkt in d. Opf.
Ausstellungen (Auswahl):
2020 Kahnweiler Preis Ausstellung Museum Pachen
Städtische Galerie Villingen-Schwenningen
2019 Stereo, Bayerische Akademie der Schönen Künste München Alexander Ochs Private, Berlin
Galeria do CCBEU, Belém, BRA
2018 – 2019 Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt und DG Kunstraum München
2017 Galerie Netuschil Darmstadt
2016 Installationen an fünf sakralen Orten in Landshut
Skulpturenmuseum im Hofberg
Rathaus Eislingen, Kunst am Bau
2014 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
2010 Museum-Lothar-Fischer – Brigitte Schwacke Preisrägerin Neumarkt/Opf.
2008 Neues Biozentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Kunst am Bau;
Kunsthalle Wil/ CH
Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
Website www.brigitte-schwacke.com
Instagram @brigitteschwacke
Arbeit 23 a „time after time“
Material Zaundraht geknotet,
Jahr 2021
Größe ca.: 3,38 x 4,00 x 11,20 m

time after time

Steve Jobs: „Der Tod ist wahrscheinlich die beste Erfindung des Lebens“

time after time

Wie kommt es zu einer Ausstellung in einem leeren Gewächshaus? Dieses Gewächshaus ist seiner Funktion enthoben, es hat seinen Dienst eingestellt, es wird in Kürze einer neuen Baumaßnahme Platz machen. Hier, wo für lange Zeit eine Gärtnerei war, wo dieses Gewächshaus sicherer Schutz für Wachsen und Gedeihen war, werden Häuser entstehen: eine schlichte Änderung des Flächennutzungsplanes.
Brigitte Schwacke nimmt mit Ihrer Skulptur time after time auf genau diesen Umstand Bezug: Ihre für sie typischen Raumzeichnungen aus Eisendraht zeigen hier Fragmente einer neugotischen Bogenkonstruktion, aus der Balance gekommen, stürzend, dem Ende nahe.
time after time will zeigen: jedes Jetzt ist irgendwann ein Gestern, ein Untergegangenes, ein Zerstörtes, ein Verfallenes. Die Zeit überlebt alles, aber nichts überlebt die Zeit.

Tom Fährmann